Endlose Kraftreserven

Maximilian Eggestein im Saisonendspurt

Maximilian Eggestein ist aktuell der laufstärkste Bundesliga-Spieler (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 15.05.2019 // 15:39 Uhr

Von Lukas Kober

Für Maximilian Eggestein könnte die Saison kaum besser laufen. Stammplatz im Aufgebot von Florian Kohfeldt, Nominierung für die A-Nationalmannschaft und die Möglichkeit am letzten Spieltag in den europäischen Wettbewerb einzuziehen. Aufgrund seiner Qualitäten ist der Werderaner unverzichtbar geworden. Ein besonderes Merkmal des Youngsters: Die Laufstärke. Denn Eggestein ist der Bundesliga-Spieler, der die meisten Kilometer in dieser Saison zurückgelegt hat (398,5 km). Da stellt sich die berechtigte Frage, ob nicht bei ihm irgendwann die Kraft schwindet. „Also das ist für mich überhaupt kein Problem“, erklärt der 22-Jährige.

Nach 33 Bundesliga-Spieltagen und fünf DFB-Pokal-Runden scheint der grün-weiße Mittelfeldstratege noch nicht genug zu haben. Warum auch, schließlich kann sich der SV Werder am Samstag um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE), wenn der VfL Wolfsburg und die TSG Hoffenheim ihre Punkte liegen lassen, noch für die Europa League qualifizieren. Dass dieses Szenario völlig unwahrscheinlich ist, glaubt Eggestein nicht: „Wir alle haben es selbst erlebt, wie es ist, wenn eine Mannschaft befreit aufspielen kann. Bestes Beispiel dafür war die Partie in Düsseldorf.“ Daher glaubt der Nationalspieler auch nicht, dass RB-Coach Ralf Rangnick seine Spieler, mit Blick auf das anstehende DFB-Pokal-Finale, schonen wird. „Es geht darum sich noch einmal zu empfehlen. Alle wollen bei so einem Spiel mitwirken“, warnt der Werderaner vor dem kommenden Gegner und fügt an: „Dennoch haben wir unsere Hausaufgabe zu erledigen. Alles andere sehen wir im Anschluss.“

Dass durch eine mögliche Qualifikation für den internationalen Wettbewerb, die Sommerpause verkürzt ist, nimmt Maximilian Eggestein gerne in Kauf. Denn das Erreichen von Platz sieben würde gleichzeitig eine frühere Saisonvorbereitung bedeuten: „Ich würde mich freuen, wenn sie da noch mit drin wäre. Ich finde sogar, dass sie da ganz gut reinpasst“, schmunzelt der Werderaner, der vor dem Trainingsauftakt der Grün-Weißen noch bei der U21-EM mitwirken könnte. Der junge Mittelfeldspieler weiß auch, „dass sich in erster Linie der Kopf erholen muss.“ Es scheint so, als würde dies sehr schnell bei ihm gehen.