Reaktion gezeigt, Kampf angenommen

Marco Friedl über Düsseldorf und Hoffenheim
Marco Friedl sieht eine positive Reaktion auf die letzten Hinrunden-Spiele (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 22.01.2020 / 14:33 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Das Team hat den Kampf angenommen – und gewonnen. Das 1:0 in Düsseldorf war wohl in den Augen aller ein klassischer 'Arbeitssieg'. „Es muss auch mal ein dreckiger Sieg sein“, findet Marco Friedl: „Wir wissen, dass es nicht unser bestes Spiel war.“ Das Ergebnis zählt; drei wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten, um genau zu sein. Und fast noch wichtiger ist, dass die Werderaner sich durchgekämpft haben, beherzigt haben, was es im Abstiegskampf zu berücksichtigen gibt. „Wir haben bis zur letzten Minute dagegengehalten und alles reingehauen“, sagt Friedl und meint damit auch: Anders sah es zum Ende der Hinrunde aus.

Drei Spiele verloren die Grün-Weißen im Dezember gegen Paderborn, Mainz und Köln. Alle drei sind Konkurrenten im engen, unteren Tabellendrittel. „Das darf uns nicht mehr passieren“, sagt Friedl. Im Trainingslager auf Mallorca habe das Team lange über diese Partien gesprochen. „Jedem ist bewusst, worum es geht, auch wenn das nicht schön ist, weil wir andere Ziele hatten.“ Gegen Düsseldorf sollte jeder genau das auf dem Feld sehen. Friedl und Co. zeigten eine Reaktion. Der Österreicher findet sie „positiv“.

Jetzt auf W.TV anschauen: Marco Friedl in der Mixed Zone (Foto: nordphoto).

Werder gewann mit 56 Prozent deutlich mehr Zweikämpfe als die Fortuna, hatte mehr Ballbesitz, spielte mehr Pässe und lief knapp fünf Kilometer mehr. Es war ein erkämpfter, aber unter dem Strich verdienter Sieg. Für Friedl und seine Mitspieler geht es jetzt darum, den leichten Rückenwind ins nächste Spiel zu transportieren. Doch mit der Sperre von Kapitän Niklas Moisander und dem Fragezeichen, das noch hinter einem Einsatz von Neuzugang Kevin Vogt steht, müssen sie dabei erneut auch Hürden überwinden. „Das zieht sich doch durch die ganze Saison. Wir mussten schon so häufig umbauen, mit Verletzungen oder Sperren umgehen“, relativiert Friedl.

Für den 21-Jährigen besitzt die Abwehr genug Qualität, selbst wenn es zu dem zweifachen Ausfall im Abwehrzentrum kommt. „Ich mache mir überhaupt keine Sorgen“, sagt er mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag, 15.30 Uhr (ab 14.30 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) gegen Hoffenheim. Zumindest in puncto Überzeugung hat der Sieg gegen Fortuna Düsseldorf also offensichtlich geholfen.

 

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