Die Chance, sich festzuspielen

Marco Friedl stand alle fünf Pflichtspiele in der Startelf
Marco Friedl ist von der Innenverteidiger-Position wieder auf links gerutscht (Foto: nordphoto).
Profis
Mittwoch, 18.09.2019 / 10:45 Uhr

Von Yannik Cischinsky

Keine Frage, momentan wird bei den Grün-Weißen jeder gebraucht. Insbesondere in der Defensive. Dass Marco Friedl dabei wieder auf die Position des Linksverteidigers gerückt ist, stellt für den 21-Jährigen kein Problem dar. „Ich habe zwar gesagt, dass ich mich in der Innenverteidigung etwas wohler fühle, habe aber auch betont, dass es für mich in diesem Jahr zweitrangig ist, wo genau ich spiele. Hauptsache, ich spiele“, unterstreicht Friedl.

Lediglich achtmal stand er in der kompletten letzten Saison in Werders Anfangself. Seit dem Sommer hingegen war Friedl bei allen fünf Pflichtspielen von Beginn an dabei. Begünstigt durch den Ausfall von Ludwig Augustinsson lief der Österreicher fünfmal als Linksverteidiger auf dem Platz. „Ich fühle mich wohl und bin froh, dass ich die Spiele mache“, so Friedl.

Friedl: "Darüber mache ich mir keinen Kopf"

Kompliment, Marco! Kapitän Niklas Moisander lobt Marco Friedl (Foto: nordphoto).

Trotz verspätetem Einstieg in die Saisonvorbereitung läuft es. Natürlich ist die aktuelle Situation für Friedl eine Chance, sich festzuspielen. Doch Friedl betont: „Ich schaue nicht, was passiert, wenn die ganze Viererkette wieder fit ist. Darüber mache ich mir keinen Kopf.“ Vielmehr liegt der Fokus darauf, die offensivstarken Leipziger und Dortmunder an den beiden kommenden Wochenenden zu verteidigen. Und: Sich selbst wieder häufiger nach vorne einzuschalten.

Gegen Union Berlin war Friedl fast ausschließlich hinten gefordert. Dabei möchte er die Außenbahn in alle Richtungen aktiver beackern. Sowohl er als auch Coach Florian Kohfeldt haben eine klare Vorstellung davon, wir der Österreicher seine Rolle zu interpretieren hat. „Als linker Verteidiger muss man zeigen, dass man nicht nur verteidigen, sondern auch offensiv eingesetzt werden kann. Gegen Augsburg war ich offensiv, selbst wenn die eine oder andere Flanke nicht gekommen ist“, sagt Friedl.

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Zwölf Zweikämpfe gewann er beim letzten Heimspiel, die zweitmeisten aller Spieler auf dem Platz. Fünf Flanken schlug er, die meisten aller Akteure - gemeinsam mit Rechtsverteidiger Michael Lang. Eine führte zum Tor durch Yuya Osako. Es war sein allererster Assist in der Bundesliga. Beim kommenden Heimduell mit RB Leipzig am Samstag, 21.09.2019, 18.30 Uhr (ab 17.30 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE), möchte er diese Balance zwischen Offensive und Defensive wieder abrufen.

 

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