Wie im surrealen Zeitraffer

Josh Sargent in Episode #50 des WERDER-PODCAST
7. Dezember 2018: Sekunden nach dieser Einwechslung drückt Bundesligadebütant Josh Sargent den Ball per Kopf zum 3:1 gegen Düsseldorf über die Linie (Foto: Nordphoto).
Podcast
Donnerstag, 05.12.2019 / 10:10 Uhr

von Maximilian Hendel

Sein erstes gesprochenes Wort war „Ball“, für eine Mannschaft lief er dank einer kleinen Notlüge seiner Eltern bereits mit drei Jahren aufs Feld. Als gerade 17-Jähriger wurde er zweitbester Schütze der U20-WM. Wiederum nur ein Jahr später traf er für das A-Nationalteam der USA, ohne zuvor auch nur ein einziges Profispiel absolviert zu haben und – klar – wenige Monate danach erzielte er mit seiner ersten Ballberührung überhaupt auch noch sein erstes Bundesliga-Tor.

Egal, zu welchem Anlass, Josh Sargent konnte es einfach nie früh genug gehen. Ich bin in einer Fußballfamilie aufgewachsen, meine Eltern haben bis zum College gespielt, meine ältere Schwester hat auch gespielt. Ich habe viele verschiedene Sportarten ausprobiert, aber Fußball war immer mein Favorit, darauf bin ich hängengeblieben. Ich wollte immer von ganzem Herzen Profifußballer werden“, erzählt der US-Boy in Episode #50 des WERDER-PODCAST, die kurz vor seinem bitteren Muskelfaserriss aufgezeichnet wurde (siehe Extrameldung).

Luftschlösser und Träume wie diese haben unzählige Kids. Bei Sargent jedoch bildeten Talent, Instinkt (US-Coach Greg Berhalter: „Er ist ein Goalgetter, der sehr gute Bewegungen abseits des Balles hat, in die richtigen Positionen kommt und abschließt.“), Unbekümmertheit, aber nicht zuletzt auch Ehrgeiz, Mut und das nie planbare Quäntchen Glück eine seltene Verbindung für diesen beinah surrealen Zeitraffer bis ins Profigeschäft.


„Mein Traum wurde viel schneller wahr, als ich es mir jemals vorstellen konnte“, blickt der heute immer noch erst 19-Jährige nüchtern zurück. Das Schlüsseljahr war 2017. Spätestens nach seiner phänomenalen U20-WM rissen sich zuhauf europäische Klubs um den Teenager. Daraufhin verzichtete er selbst auf das ur-amerikanische Modell, mit Sportstipendium an die Uni zu gehen, um es direkt auf dem traditionellen Fußballkontinent zu versuchen.

Dort wusste Werder ihn schlussendlich am meisten zu überzeugen. „Ich war bei der PSV Eindhoven und auch in Deutschland. Ich weiß noch, dass ich meinem Vater gesagt habe: ‚Die ersten beiden Orte habe ich wirklich gemocht – und ich weiß nicht, wie Bremen das noch überbieten will‘“, erinnert sich der Angreifer, erkannte jedoch schnell: „Dann kam ich hierher und vom ersten Moment an fühlte es sich wie ein Zuhause an. Das habe ich nie bereit und würde es wieder tun.“

Wie läuft es eigentlich mit dem Sprachunterricht, gibt es regelmäßigen Kontakt und Austausch zu anderen amerikanischen Profis in Deutschland und was will Josh Sargent eines Tages noch abseits des Fußballplatzes hinterlassen? Über das und noch einiges mehr klärt der US-Nationalspieler in Episode #50 des WERDER-PODCAST auf. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW. Hört rein!

 

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