Olympische Spiele? „Das Größte, was ich je erlebt habe!“

Manfred Bockenfeld in Episode #51 des WERDER-Podcast
Manfred Bockenfeld, Olympiateilnehmer 1984, inmitten der alten Kollegen beim 25-jährigen Jubiläum des Bremer Europapokaltriumphes von 1992 (Foto: Nordphoto).
Podcast
Donnerstag, 12.12.2019 / 08:00 Uhr

von Maximilian Hendel

Gut 6.800 Athleten aus 140 Ländern nahmen 1984 an den Olympischen Sommerspielen in der kalifornischen Metropole Los Angeles teil. Manfred Bockenfeld war einer von ihnen – und zwar in jener Sportart, die dem Großteil des US-amerikanischen Stadion- und Fernsehpublikums seit jeher mindestens gewöhnungsbedürftig anmutet.

„In Amerika kannte kaum einer Fußball“, erinnert sich Bockenfeld in der aktuellen Episode des WERDER-PODCAST. „Wir spielen gegen Brasilien, da schießt einer zehn Meter über das Tor und die Leute fangen an zu jubeln, weil die alle gedacht hatten, sie müssten jetzt jubeln – wie beim American Football.“ Dort bringen verwandelte Field Goals über die in 3,05 Meter Höhe hängenden Querlatte je nach Spielsituation einen oder drei Punkte.

Aufgrund des Revanche-Boykotts jener unter anderem auch für das olympische Fußballturnier qualifizierten Ostblockstaaten Sowjetunion, DDR und Tschechoslowakei war die DFB-Auswahl nachgerutscht. Der damals 24-Jährige sollte keine einzige Minute der vier Partien der Mannschaft von Trainer Erich Ribbeck verpassen. „Überhaupt an den Olympischen Spielen teilzunehmen – das ist das Größte, was ich je erlebt habe!“, unterstreicht Bockenfeld noch heute.


Ihre Vorrundengruppe bestritten die Deutschen im Stadion der Eliteuniversität Stanford in Palo Alto nahe San Francisco. Nach zwei Siegen über Marokko und Saudi-Arabien sowie einer Niederlage gegen Brasilien stieg das Viertelfinale in der riesigen Rose Bowl von Pasadena, wodurch das Team in eines der Olympischen Dörfer umzog.

„Das waren sensationelle Erlebnisse“, schwärmt der Außenverteidiger, „ein Riesenvolksfest mit Sportbeteiligung. Man sieht und trifft viele Athleten.“ Da kommt dann halt auch mal schnell Carl Lewis um die Ecke, der 1984 über 100 Meter, 200 Meter, in der 4x100 Meter Staffel sowie im Weitsprung Gold holte und damit Jesse Owens' Fabeltriumph von 1936 wiederholte. „Man muss es einfach mitgemacht haben und dafür bin ich dankbar“, sagt Bockenfeld. Da ließ sich auch das eigene 2:5-Viertelfinalausscheiden mit Andreas Brehme, Guido Buchwald und Co. gegen den späteren Bronzegewinner Jugoslawien verkraften.

Welche besondere Beziehung hatten Manfred Bockenfeld und Klaus Allofs, für welchen skurrilen Platzverweis wurde er einmal unfreiwillig von St. Pauli-Fans in der Millerntorkneipe gefeiert und wer ist eigentlich der eingefleischte Werder-Fan bei den Bockenfelds? Der heute 59-Jährige nimmt uns in Episode #51 des WERDER-PODCAST mit auf eine kleine Zeitreise durch sein Leben. Der Podcast verbindet die schönste Nebensache der Welt mit dem geilsten Verein der Welt. Hier wird nicht nur über alles geredet, was das grün-weiße Herz höher schlagen lässt, sondern wir sprechen mit Werder. Die neue Folge gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SVW. Hört rein!

 

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