Abgestempelt, aufgefangen, abgeschlossen

Christian "Kiki" Vander in Ausgabe #49 des WERDER PODCASTs
Christian Vander wechselte 2005 vom VfL Bochum zum SV Werder (Foto: nordphoto).
Podcast
Donnerstag, 21.11.2019 / 11:24 Uhr

Von Lukas Kober

Der 31. Spieltag der Saison 2004/05 gehört beim VfL Bochum zur dunklen Vergangenheit: Gegen den 1. FSV Mainz 05, den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, musste die Mannschaft aus dem Zentrum des Ruhrgebiets punkten. Doch es erwischte sie bitterbös, insbesondere Christian Vander. Der damals 24-jährige Torhüter wurde ins kalte Wasser geschmissen, nachdem Stammtorhüter Rein van Duijnhoven aufgrund einer Roten Karte ausfiel. Dem jungen Vander unterliefen zwei dicke Patzer, „krasse Fehler“ wie er sie in Ausgabe #49 des WERDER PODCASTs präsentiert von Medientechnik Keuk, bezeichnet, die seine Karriere verändern sollten.

Mathematisch war der VfL Bochum an jenem 31. Spieltag, an dem es ein heftiges 2:6 hagelte, so gut wie abgestiegen. Doch was "Kiki", wie er von seinen Kindern und im Werder-Umfeld genannt wird, in dieser bitteren Stunde traf, bezeichnet er heute als „medialen Stempel“. Zuvor, nach einem Pokalsieg gegen den HSV, noch als kommender Stammtorhüter gefeiert, wurde Vander die Bundesligatauglichkeit abgesprochen – medial. „Das waren krasse Fehler und eine echt harte Zeit, weil in Bochum der Fußball ähnlich gelebt und geliebt wird, wie hier in Bremen“, berichtet der jetzige Profi-Torwarttrainer des SV Werder.

Unter dieser Last knickte er weg. „Du Trainer, ich habe das Gefühl, dass ich der Mannschaft nicht mehr helfen kann“, hat er zu seinem damaligen Coach Peter Neururer gesagt. Bochums Trainerikone Neururer hatte in dieser Phase nicht nur die Mannschaftseinheiten geleitet, sondern parallel die Torhüter betreut. Grund dafür: Ralf Zumdick, der Vander 2000 zum VfL holte, fungierte zunächst als Torwarttrainer, ehe er zum Chefcoach aufstieg und wenig später entlassen wurde. Ein Bundesligist ohne eigenen Torwarttrainer – heutzutage undenkbar. „Das erklärt vielleicht einiges zur damaligen Zeit“, lacht „Kiki“ mit Moderator Markus Biereichel im WERDER PODCAST.

"Club hat sich super um mich gekümmert"

An fehlender Unterstützung des Vereins hatte es damals dennoch nicht gefehlt. „Der ganze Club hat sich super um mich gekümmert und mich total gestützt“, weiß Vander die Hilfe des VfLs immer noch zu schätzen. Kein schlechtes Wort würde er über Trainerteam oder Management verlieren. Gemeinsam wurde der Entschluss gefasst, einen Wechsel auf der Torhüterposition durchzuführen. Es war das Ende seiner Zeit in Bochum, im Jahr 2005.

Eine „Luftveränderung“ musste her - und sie kam. Kurz vor einer Unterschrift bei einem Verein im Ausland klingelte das Telefon. Thomas Schaaf und Klaus Allofs überzeugten Vander von Werder, trotz klarer, feststehender Hierarchie, als Nummer Zwei. So wechselte der Torhüter an die Weser. „Das hat einen positiven Verlauf genommen“, resümiert der 39-Jährige, der sich schon nach zwei Tagen in Bremen wohlfühlte. Mit dem 31. Spieltag der Saison 2004/05 hat er längst abgeschlossen.

In der neusten Folge des WERDER PODCASTs - dem Audio-Medium in der grün-weißen Online-Familie – spricht Christian Vander ausführlich über den Wendepunkt seiner aktiven Torwartkarriere. Die neue Episode gibt es auf dem offiziellen Soundcloud-Profil, dem iTunes-Account und dem Spotify-Kanal des SV Werder. Hört rein!

 

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